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Geschichtliches zur Schule in Sukow


schule02Dörfliche Schulen kannte man im Mittelalter nicht. Erst die Reformation schuf sie und 1688 wird der erste Schulmeister in Sukow genannt. Wann das erste Schulhaus errichtet wurde und wo es gestanden hat, darüber gibt keine Akte Kunde. Es ist aber anzunehmen, dass es an der Stelle des I. Schulhauses, Am Dorfplatz 8, gestanden hat. Wachsende Schülerzahlen zwingen dann zur Errichtung neuer Klassen. 1855 folgt die II. Schulstelle, Hauptstraße 15, und 1884 die III. Schulstelle, Hauptstraße 30.

Viele Handwerker sind bis an die Schwelle des 19. Jahrhunderts Schulmeister gewesen. Die Entlohnung war gering und abhängig von entweder freiwilligen Geldgaben der Dorfinsassen, deren Höhe im Belieben des einzelnen lag, oder in der Zuteilung von Acker und Wiesen. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Schulwesen auf landesgesetzliche Grundlage gestellt und auch die Entlohnung vom Staate geregelt. Bis ins 20. Jahrhundert bestand das Haupteinkommen des Lehrers aus dem, was er in der eigenen Landwirtschaft erarbeitete.

Der Neuanfang 1945
schule08Mit dem Einmarsch der russischen Truppen in Sukow im Mai 1945 und der Einquartierung von annähernd 1000 Umsiedlern war zunächst an einen Schulbetrieb nicht zu denken. Der Befehl Nr. 40 der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) vom 25.8.1945 über die Vorbereitung der Schulen zum Schulbetrieb leitete konkret die Etappe des ordentlichen Unterrichts ab den 01.10.1945 ein. 

Die Bedingungen waren katastrophal, denn es standen für 202 Schüler zunächst nur zwei Klassenräume zur Verfügung, ganz zu schweigen von den Toiletten und den primitiven Unterrichtsmitteln. Im ganzen Land war die systematische Ausbildung neuer Lehrer notwendig geworden. Diese Maßnahme ergab sich daraus, dass nach der Zerschlagung des Faschismus alle ehemaligen Angehörigen der Nazipartei aus dem Schuldienst ausgeschlossen wurden.

schule14Ab 12. Juni 1946 trat das Gesetz über die Einführung der allgemeinbildenden Schule in Kraft. Fünf Jahre später wurde dieser Tag in der DDR als Tag des Lehrers begangen. In den beiden Jahren 1949/1950 hieß die Losung "Lernen ohne Hunger". Aus Milchspenden der Sukower Büdner wurde im Haus des späteren Kindergartens schule13Grieß- und Haferflockensuppe für die Schüler gekocht. Es gab für Bedürftige erstmals Bezugscheine für Schuhe, die dadurch preisgünstig erworben werden konnten.

Die Schulbuchversorgung verbesserte sich. Der Zeitraum 1949/50 bis 1962/63 setzt die Zeichen für den Aufbau der sozialistischen Schule.

Die politische Wende nach 1989
Die Vereinigung der beiden deutschen Staaten bedeutet selbstverständlich auch zwangsläufig eine Umstellung im gesamten Schulbetrieb. Die Lehrer bereiten sich verhalten und unsicher auf die neuen Umstände vor. Zum Teil fehlt entsprechendes Lehrmaterial. Bestimmte Fächer und Fachgebiete verschwinden aus dem Lehrplan, so z.B. der gesamte polytechnische Unterricht und das Fach ESP (Einführung in die sozialistische Produktion) sowie der Schulgartenunterricht und auch das Fach Staatsbürgerkunde. Dafür kommen neue Fächer wie Hauswirtschaft, Informatik, Sozialkunde, AWT (Arbeit- Wirtschaft- Technik) und Religionsunterricht hinzu. Das Fach AWT ersetzt das Fach ESP und behandelt marktwirtschaftliche Probleme.

Der Kampf um eine neue Schule
Die Schülerzahl ist auf 227 angewachsen und steigt weiter. Die räumlichen Bedingungen und die Wanderung der Schüler und Lehrer in den Pausen zum Fachunterricht zwischen den Schulobjekten sind nahezu unvertretbar. Lehrer, Eltern, Elternvertretung und Gemeinderat bilden eine Initiative und fordern von der Bezirksleitung der SED und dem Rat des Kreises mit Nachdruck die Bewilligung einer neuen Schule. Die nachdrückliche Forderung nach einem Schulneubau mit 12 Unterrichtsräumen und die Bereitstellung der dafür benötigten finanziellen Mittel wird unüberhörbar. Der Bau einer neuen Grundschule wird vorbereitet.

Der unermüdliche Kampf über Jahrzehnte findet endlich einen Abschluss, in dem der Gemeinde Sukow die Bewilligung zum Bau einer neuen Grundschule erteilt wird. Unter Leitung des derzeitigen Bürgermeisters Horst-Dieter Keding wird mit den Gemeinden Sukow, Pinnow und Göhren ein Schulverband gegründet.

Ein historisches Datum ist der 13. Februar 1997
schule06Mit einem feierlichen Zeremoniell wird unter Anwesenheit des Landrates Klaus Jürgen Iredi und des Bürgermeisters Horst-Dieter Keding, der wesentlichen Anteil an dieser Errungenschaft hat, und vielen Eltern die Einweihung der neuen Sukower Grundschule vollzogen. Die Bausumme beträgt rund 1 Million Mark und wurde ohne Fördermittel zu errechneten Anteilen von den Schuleinzugsgemeinden getragen. Damit wird zur gleichen Zeit der Unterricht im Schulgebäude der Schule II, die seit 1856 als Schulstelle genutzt wurde, geschlossen.

Bushalteplatz an der neuen Schule
schule11Die Umstellung auf den ausschließlichen Grundschulbetrieb bedingt insgesamt eine umfangreichere Schülerbewegung und somit eine größere Kapazität im Busverkehr. Zunächst war der Dorfplatz Umsteigestelle. Schüler aus Pinnow und Göhren werden nun zur Grundschule nach Sukow, Realschüler aus allen 3 Orten nach Banzkow und Schüler des Gymnasiums nach Crivitz transportiert.

Die Wendeschleife an der neuen Schule war zunächst noch unbefestigt. Am 22. Januar 1998 konnte mit der befestigten Rundfahrt und einem Wartehäuschen ein sicherer Bushalteplatz für die Schüler, der aber auch zur öffentlichen Nutzung freigegeben ist, der Bestimmung übergeben werden.

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2015 - Impressionen Grundschule Sukow - Volle Halbtagsschule, © K.-G. Haustein

2004 - Impressionen Grundschule Sukow, © K.-G. Haustein

 

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